Stellungnahmen – Organspende – Alle diese Neudefinitionen des Todes – Organspende-Debatte

Link zum Thema: http://www.galgo-in-not.de/forum/viewtopic.php?f=36&t=33558

Zwei unabhängige Stellungnahmen gegen die
Dr. David Evans, emeritierter fachärztlicher Berater für Kardiologie, Papworth & Addenbrooke’s Hospital
und Dr. David Hill, emeritierter fachärztlicher Berater für Anästhesie,
haben KAO ihr Einverständnis gegeben, ihre Statements zur Konferenz “Dignity in Donation” am 27. April 2012 in Nottingham, Großbritannien, zu veröffentlichen, ebenso die Übersetzung beider Stellungnahmen ins Deutsche. (07.04.12)

(Übersetzung: Renate Focke)

[...]
Kurz und bündig: Die ist ethisch nicht vertretbar, weil sie auf dem Missbrauch von Sterbenden basiert oder gesunden Organspendern Schaden zufügt.
[...]
Nichts von alldem spielt noch eine Rolle für meine jetzige – und mit großer Wahrscheinlichkeit endgültige Einstellung, die, wie Sie aus meinen Veröffentlichungen ersehen können, auf wahrer Wissenschaft beruht und meinem Verständnis von den Pflichten eines Arztes seinen Patienten gegenüber. Das grundlegende Problem ist, dass man keine transplantierbaren Organe – die im Körper eines anderen Menschen noch zehn Jahre funktionieren sollen – von Toten entnehmen kann. Daher die Versuche, zu diesem Zweck den Tod vorwegnehmend neu zu definieren. Alle diese Neudefinitionen des Todes, sowohl die neurologische als auch die derzeitige nach – sind, wie Shah u.a. es im letztes Jahr klarstellten, nur legale Fiktionen – zweckgerichtete Erfindungen. Dazu kommen die schrecklichen Dinge, die einige Mitglieder der ihren Patienten gewillt sind anzutun, wenn ihr alleiniger Fokus der Zustand der benötigten Organe ist.
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http://www.initiative-kao.de/evans-hill-stellungnahmen-gegen%20organspende-27-04-2012.html

Oft habe ich mich gefragt, ob ich falsch liege mit meiner Bewertung der neurologischen Konzepte und Todeskriterien, aber als Konsequenz hat sich meine Überzeugung gefestigt, dass die angemessene wissenschaftliche Haltung (insbesondere im kritischen Bereich des Bewusstseins) ist:

“Wir wissen es nicht.”

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http://www.initiative-kao.de/evans-hill-stellungnahmen-gegen%20organspende-27-04-2012.html

[...]
Lebende Organe können nur von Lebenden entnommen werden. Der Tod wird normalerweise mit einer Leiche assoziiert, ohne Atem, kalt, grau, ohne Puls, steif – und nicht mit einem warmen, rosigen, atmenden (wenn auch künstlich beatmeten), reagierenden “Spender” mit Herzschlag, und dennoch ist es nicht verpflichtend, diesen anderen Zustand den Menschen zu erklären, wenn sie auf dem Formular ankreuzen sollen, dass ihre Organe “nach dem Tod” entnommen werden. Zunehmender Druck wird weiterhin ausgeübt, um eine “Zustimmung” zu erhalten, die man keineswegs als “informierte Zustimmung” bezeichnen kann, oder, wenn dieser Weg nicht zum Erfolg führt, wird jeder Anschein fallengelassen und mehr Zwang ausgeübt.

Es ist zweifelsfrei dokumentiert (1), dass Patienten, die als hirnstammtot diagnostiziert worden sind (BSD), auf das des chirurgischen Eingriffs wie bei jeder anderen Operation mit erhöhtem Blutdruck, mit Herzrasen und Bewegungen reagieren, paralysiert werden und mit einer Art Anästhesie zur Sicherheit ruhiggestellt werden. Weder die “Spender” noch ihre Angehörigen brauchen darüber informiert zu werden, noch wird auf der Organspende-Karte oder im Anästhesie angeboten oder garantiert.

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http://www.initiative-kao.de/evans-hill-stellungnahmen-gegen%20organspende-27-04-2012.html

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