Illegale Massenvermehrung von Galgos in Murcia

Update von Operation Rehala, Bullas (Murcia)

Die Tierschützer haben jetzt 24 Stunden um die verbleibenden aus der Massenvermehrungsanlage zu entfernen und fachgerecht unterzubringen. Es handelt sich um die letzten 70 Tiere.

Die Hunde haben keinerlei Identifikation (Mikrochip). Pro Setter hat die örtliche, zuständige Verwaltung gebeten, zumindest für das Chippen der Tiere aufzukommen. Doch es hieß von den Beamten, dass sie leider nicht einmal für ihre Stromrechnung Geld haben, d.h. die spanischen Orgas müssen nicht nur Futter, die tierärztliche Versorgung der Hunde und deren Transport zu den ferner liegenden Rettungsorgas zahlen sondern auch das Chippen.
Da ohne eine zuverlässige Kennzeichnung der Tiere nichts geht, wird man wohl damit anfangen müssen.

Normalerweise wäre dafür die Ortsverwaltung bzw. Seprona zuständig aber die ziehen sich aus der Sache und bürden jegliche Verantwortung Pro Setter, del Sol, 112, Europa de los lebreles, und La Fortaleza auf.
Hauptsache die Hunde sind aus dem Auge und dann sollen sie auch schnell aus dem Sinn sein.
Am selben Donnerstag (das muss der letzte Donnerstag gewesen sein) ein leitender Beamte hat Pro Setter angerufen und meinte, dass die Stadt wird die Kosten für Futter und Wasser für die Hunde decken. Doch zwischen Donnerstag und diesen Montag ließ sich von der Stadt kein Mensch vor Ort blicken, weder mit Futter noch mit Wasser.
Dann am Montag endlich erschienen einige Offiziere von der Stadt, mit Futter und wasser das maximal für einen Tag reichte.
Die Volontäre wiederum fragen sich was die Stadtverwaltung sich dabei gedacht hat. Dass die Hunde da das Wochenende einfach so überleben? Weil sie bereits so fett sind oder was…?

Der Täter, dem die Anlage gehört, wurde gefangen genommen und dann aber wieder freigelassen und wartet jetzt auf seine Gerichtsverhandlung.
Der Richter hat die Anlage weder verschlossen lassen noch versiegelt, d.h. rechtlich gesehen ist das immer noch Privatgelände. D.h. die Freiwillige, die dorthin kamen um zu helfen, durften und dürfen das Gelände immer noch nur mit dem Erlaubnis des Besitzers betreten. Eben wenn diesem Kriminellen dies so gefällt.
Am Freitag hat der Typ jeden reingelassen (wie gnädig….) und hat dann noch Ratschläge und Anweisungen gegeben, welche Hunde die mitnehmen sollten. Der meinte “die nehmen nur die Schönsten”. Er hat sogar eine Gruppe von Hunden extra gezeigt nach dem Motto “Wieso nehmt ihr diese mit die sind doch total am Arsch”.

Am Samstag der Täter wollte das Tor nicht aufmachen, man musste ihn dazu bringen (also überreden). Da konnte man Hunde rausholen.
Am Montag hat der Typ keinen reingelassen, einfach nur so.
Pro Setter hat daraufhin die Richterin angerufen und verlangte dass man die Tierschützer zu den Hunden lässt. Die Answer der Richterin: o.k. die kriegen dieses speziellen Erlaubnis aber nur für 24 Stunden.
D.h. die Voluntäre müssen alles binnen EINES TAGES erledigen.
Da sind immer noch 70 Hunde, die zu keiner Orga zugeordnet sind. Wie kann man erwarten, dass man die Hunde binnen 24 Stunden zu Organisationen zuordnet und dann auch noch abtransportiert???

Die Höchststrafe für den Besitzer der Anlage kann 1 Jahr Gefängnisstrafe sein plus 3 Jahre Ausschluss (ich vermute er darf keine Tiere halten).
Der Anwalt der TS-Orgas versucht jetzt daher, den Täter für jeden einzelnen wegen Tierquälerei zu verklagen, in der Hoffnung auf eine Erhöhung der Strafe.
Aus diesem Grund werden die tierärztlichen Unterlagen aller Hunde sorgfältig aufgehoben, die Hunde, ihr Zustand und ihre Wunden alle fotografiert.
Leider hat die Polizei die Kadaver der bereits verstorbenen Hunde so schnell aus der Anlage entfernt, dass die Tierschützer diese noch nicht einmal zusammenzählen konnten.

Nun wenden sich die teilnehmenden TS-Organisationen an alle Orgas und alle spanischen Tierheime, denn für die 70 Hunde muss schnell eine Bleibe gefunden werden.
Leider scheint diese 24-Stunden Zugang die letzte Chance der Tiere zu sein, denn es ist wahrscheinlich, dass die Richterin den Tierschützern keine zweite Zugangsmöglichkeit zusichern wird.
Jeder der einen Pflegeplatz frei hat wird gebeten, Pro Setter anzumailen.
Mailadresse: colabora@pro-setter.org

LG,
Tünde

Quelle: http://www.podencopost.com/2012/03/4-hours-to-save-dogs-from-bullas-6-march-2012-by-irene-crespo-yes-the-authorities-only-granted-24-hours-to-rescue-all-t.html#more

Originalquelle (spanisch):
http://blogs.diariovasco.com/mascotas/2012/03/06/24-horas-para-salvar-a-los-perros-de-bullas/

 

Quelle

 

http://www.galgo-in-not.de/forum/viewtopic.php?f=445&t=32073&p=327809#p327809

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