Das letzte Rennen von 130 Galgos und so vielen anderen …

In den vergangenen Wochen sind alle 130 aus Sevilla bei Scooby angekommen. Es ist viel Arbeit, und in den Paddocks, in denen sie untergebracht sind, geht es hoch her. Aber ihre Anmut und Schönheit zu sehen ist Lohn genug. Als ob sie wüssten, dass sie alle ihr letztes Rennen begonnen haben, das Rennen in Ihr Herz und Zuhause. Oscar und Manolo sind mehrmals nach Sevilla und zurückgefahren. Nach der Ankunft bekamen die sofort einen Mantel angezogen, aber schon am nächsten Tag lagen die meisten der Mäntel in Fetzen gerissen auf dem Boden verstreut. Was waren das bloß für fremde Sachen da an ihren Körpern?
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Sie haben sich schnell eingelebt, und wieder waren sehr viele sehr dünne Hünde dabei, darunter auch Skinny, über die wir Ihnen bereits berichtet haben. Am absoluten Tiefpunkt wog sie nur noch 13 Kilo und wir haben wirklich um ihr Leben gebangt. Zum Glück hatte sie noch nicht vollkommen aufgegeben, und dank ihres starken Überlebenswillen und vielen rohen Hähnchenflügeln schaffte sie es und hat mittlerweile ein endgültiges Zuhause in den Niederlanden gefunden, in dem sie sehr glücklich ist. Gut gemacht, Süße!
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Als nächstes kam Ross. Er kam in der großen Hundegruppe nicht gut zurecht, wahrscheinlich weil seine krummen Hinterbeine ihm Schwierigkeiten beim Laufen verursachen, was ihn zum Außenseiter in der Gruppe machte. Er wurde immer dünner und es war offensichtlich, dass es ihm in dem Rudel nicht gut ging. Er sah so unglaublich traurig aus mit seinem knöcherigen, gebeugten kleinen Körper und den durchgebogenen Hinterbeinen, was seinen Kopf riesig aussehen ließ. Er brauchte zweifellos einen Ortswechsel und besondere Hilfe, die er auch bekam. Seine krummen Beine werden nicht gerade werden, aber er hat sich großartig entwickelt und strahlt heute neu gefundenes Selbstvertrauen aus. Mit ein bisschen Hilfe hat er sich so wunderbar entwickelt, und jetzt ist auch er adoptiert worden und auf dem Weg in sein neues Zuhause in den Niederlanden. Herzlichen Glückwunsch, lieber Ross, und machs gut!
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Ein anderes super süßes und schüchternes Galgomädchen namens Rhea, das sehr dünn und mit kahlen Flecken auf dem Rücken ankam, bekam nach einer Woche bei uns eine furchtbare Erkältung. Ihre Nase lief, und verdächtig viel Blut tropfte immer wieder heraus. Außerdem bekam sie am ganzen Körper kahle Stellen, was einem anderen Fall von Leishmaniose sehr ähnlich sah. Jetzt warten wir auf die Ergebnisse ihres Bluttests. Sie bekommt nun Medikamente und extra Portionen Futter. Wir haben sie in den Vorgarten ins neue Zuhause der alten Hunde umgesiedelt, ein guter Platz für die arme Maus. Hoffentlich wird sie sehr bald adoptiert werden.
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Heute Morgen haben wir drei Rüden aus einem Quarantänezwinger voller Hündinnen heraus verlegt. Die Rüden waren dort aufgrund ihrer kürzlichen Kastration vorübergehend untergebracht worden und ließen die Hündinnen nicht fressen – vielleicht aufgrund der Kastrationserfahrung? Oder vielleicht mögen sie ihre Mädels gern extra schlank, aber dem wagen wir zu widersprechen. Nachdem die Jungs also in einen anderen Paddock umgezogen waren, konnten die Mädels wieder ungestört ihr Futter genießen. Bei so vielen Hunden müssen diese Dinge fortwährend kontrolliert werden, auch wenn die Hunde bereits für einige Wochen bei uns sind.
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Natürlich gibt es unter den Hunden von Zeit zu Zeit einmal ein paar Auseinandersetzungen, aber bis jetzt hat es sich doch sehr in Grenzen gehalten. Jetzt werden sie alle für ihr allerletztes Rennen in ihr neues Leben vorbereitet, und bisher sind schon viele (wenn auch nicht alle) von ihnen dank mehrerer Tierärzte kastriert worden. Wir sind dabei sehr dankbar für ihre Hilfe! Wenn es unter den Lesern Tierärzte gibt, die bereit wären, uns unter die Arme zu greifen, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme sehr freuen!
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Wir möchten außerdem allen, die zu dieser großen Rettungsmission beigetragen haben, unsere Dankbarkeit aussprechen, seien es Geldspenden oder Sachspenden gewesen. Ohne diese Hilfe können wir nichts bewerkstelligen, denn wie auch die Galgos verlassen wir uns auf Sie und können auf Ihre Hilfe, sich um die Hunde zu sorgen und bei ihrer Versorgung zu helfen, nicht verzichten.

Die Galgos, die bereits bereit für ihre Adoption sind, stehen schon auf unseren Adoptionsseiten, und auch die anderen warden bald folgen. Dann natürlich ist das das Wichtigste überhaupt: So schnell wie möglich Familien für sie zu finden, in denen sie all die Aufmerksamkeit und Liebe nachholen können, auf die sie in ihrem Leben bisher so schmerzlich verzichten mussten.

Wir können alle stolz darauf sein, dass wir es gemeinsam geschafft haben, eine so große Gruppe Galgos aus einem so furchtbaren Dasein zu befreien und sie vor einem noch schlimmeren Schicksal zu bewahren. Wir alle haben unseren Beitrag dazu geleistet, sie auf ihr letztes, wichtigstes Rennen in ihr neues, zweites Leben vorzubereiten. Mögen sie bald alle so viel Glück haben, die Liebe, Fürsorge und das Glück zu finden, das sie alle verdienen.

Cobie
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