Unbekümmerter Lebensabend für Windhunde ist ein Mythos

Freitag, 19. Juni 2009
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Unbekümmerter Lebensabend für ist ein Mythos

Eine Studie hat erwiesen, dass jährlich bis zu 12.000 Windhunde nach Beendigung ihrer Laufkarriere getötet oder ausgesetzt werden. Tierschutzvereine legen die ersten glaubwürdigen Zahlen vor, was mit ausgedienten Hunden passiert, und zerschlagen dadurch den Irrglauben, dass die meisten von ihnen als Haustiere ihr Gnadenbrot erhalten.

Die Aussetzung und Abschlachtung ist so selbstverständlich geworden, dass das Schicksal der Windhunde zum “Hauptproblem des Tierschutzes“ geworden ist – sagt der Bericht des „National Assembly for Wales“ aus. Prompt verlangte es nach einer Gesetzgebung, das unabhängige Windhund Rennsport Gewerbe zu regulieren und für die Industrie, strikte Richtlinien zur artgerechten Hundehaltung zu erfüllen.

Forscher sagen, dass jährlich zwischen 8.000 und 12.000 Windhunde getötet oder ausgesetzt werden, von denen lediglich geschätzte 2.800 gerettet oder von ortsansässigen Behörden beschlagnahmt werden.

Die Ausgaben der Steuerzahler wurden auf £600.000 jährlich geschätzt; „Lurchers“ (Kreuzung zwischen Windhund und Collie oder Retriever, die als Arbeitstiere benutzt werden) einbezogen weitere £1.35 Millionen.

Jedes Jahr steigen bis zu 30.000 Windhunde aus dem Rennsport aus und Tierrechtler sind lange davon ausgegangen, dass viele getötet oder ausgesetzt werden. Die Studie besagt: „Eine große Anzahl von Windhunden und „Lurchers“ wird ausgesetzt, sobald sie nutzlos geworden sind. Die Studie beweist, dass die Behauptung, die meisten von ihnen würden als Haustiere bei ihren Besitzern untergebracht werden, nicht aufrecht erhalten werden kann.

Alain Thomas, von der „ Rescue Wales“, sagt, die meist gebräuchlichste Beseitigungsmethode von ungewollten Hunden ist, sie totzuschießen oder -zuprügeln. Bei einigen Tierkadavern waren die Ohren abgeschnitten, um eine Identifikation zu verhindern.

Lorraine Barrett, Vorsitzende/Präsidentin des “All Party Group for Animal Welfare”, die die Studie durchgeführt hat, sagt: „Dieser Bericht bestätigt die grausame Wahrheit, die wir etliche Jahre befürchtet haben.“

David McDowell, von der RSPCA, sagt: “Es gibt keine Rechtfertigung zum Aussetzen oder Töten dieser Tiere, nur weil sie nicht mehr in der Lage sind ihrer „Pflicht“ nachzugehen. Der Besitzer übernimmt eine lebenslange Verantwortung für sein Tier und nicht nur solange, bis es nutzlos geworden ist.

Es ist zwingend notwendig, dass die Industrie endlich eingesteht, dass es dieses Problem gibt und zusammen mit Tierschutzorganisationen Wege findet, dieses dringliche Thema anzupacken.

Das ist aufgegliedert in den regulierten eingetragenen (offiziell zugelassenen) Sektor, welcher 31 Rennbahnen in England hat, und dem nicht geregelten, unabhängigen Sektor, mit 21 Rennbahnen. Der unabhängige Sektor ist durch Kritik hervorgestochen.

Indessen tun Vertreter dieser Branche die Schätzung der getöteten und ausgesetzten Tiere als „ungeheuer übertrieben“ ab. Jeff McKenna, im Auftrag der unabhängigen Rennbahn Besitzer, sagt zu den Zahlen: „Der einzige Grund zur Euthanasie liegt vor, wenn eine schwerwiegende Verletzung des Hundes vorliegt.“

“Die Mehrheit der unabhängigen Besitzer betrachten ihre als Familienmitglied. Das ist die ganze Gesinnung hinter dem unabhängigen Rennen. Sie sind ein Teil der Familie, nicht nur Rennmaschinen.“

Emma Johns, vom “British Greyhound Racing Board”, eine Schirmgruppe der registrierten Rennbahnen, sagt, dass die Organisation mit Tierschutzgruppen Kontakt aufgenommen hat, um beim Schützen der Hunde zu helfen; besonders der „Greyhound Trust“, der ausgediente Tiere unterbringt.

“Keiner sagt, dass nicht Verbesserungen her müssen, aber wir haben auch bereits viele vorgenommen.“

Forscher schätzten die Anzahl der ausgesetzten und getöteten Windhunde nach Durchführung einer Befragung der ortsansässigen Behörden, um die Zahl der beschlagnahmten Tiere zu ermitteln, nachdem sie ausgesetzt vorgefunden wurden.

Windhund “Action” Anmerkung

Die legitime Zahl liegt tatsächlich weit über 12.000 – wenn man zudem die Tausenden Welpen und Junghunde berücksichtigt, die durch die Rennindustrie verkauft werden, bevor sie es überhaupt auf die Piste schaffen.

Dennoch ist so eine Umfrage sehr nützlich und notwendig, angesichts dessen, dass die Windhund Rennindustrie keine Zahlen über ausgesetzte oder getötete Hunde bereitstellt (warum wohl?).

Wir würden eine “Gesetzgebung zur Regulierung des unabhängigen Windhund Rennsektors“ begrüßen „ebenso für die Industrie, damit strikte Richtlinien zur artgerechten Behandlung zu erfüllen sind. Aber das würde nicht zur Wurzel allen Übels führen. Diese liegt bei gewerblichen Windhundrennen, die unweigerlich eine große Nachfrage an Zuchthunden nach sich zieht. Und die meisten dieser Hunde werden eingeschläfert oder schlimmeres, weil einfach kein zu Hause für sie vorhanden ist, sobald sie die Ansprüche der Rennindustrie nicht mehr erfüllen und somit nutzlos geworden sind. Die einzige Gesetzgebung, die die Hunde ordnungsgemäß beschützen würde, ist eine Rechtssprechung, welche kommerzielle Windhundrennen gesetzlich verbietet.

In dem Bericht werden die unabhängigen Rennbahnen kritisch hervorgehoben – und, tatsächlich, sie sind schuldig an einer beachtlichen Summe von Windhundtoden und –leiden. Aber es sind die registrierten Rennbahnen, die hauptsächlich für die Massenabschlachtung dieser wundervollen Hunde verantwortlich sind. Das liegt daran, dass die 31 Rennbahnen -
ermächtigt durch den „National Greyhound Racing Club“ – zu viel größeren Geschäften tendieren als die unabhängigen und somit eine viel größere Nachfrage an Zuchttieren schaffen. Zudem laufen bei den meisten Windhundrennen, die auf unabhängigen Rennbahnen ausgetragen werden, Hunde, die ursprünglich gezüchtet wurden, um die Ansprüche der registrierten Sektoren zu decken, aber die letztlich den Anforderungen nicht gerecht geworden sind .

In vielerlei Hinsicht, stellen ausgesetzte Windhundmischlinge ein schwierigeres Problem dar als Windhunde selbst. Die Abschlachtung und Aussetzung von Windhunden würde weitgehend aufhören, wenn Rennen und Hetzjagden verboten werden würden. Aber der Einsatz von Mischlingen ist schwieriger zu regeln, weil er in einer weitaus weniger organisierten und offensichtlicheren Art und Weise erfolgt. Wie auch immer, wir würden ein Verbot begrüßen für ein wissentliches Benutzen eines jeden Hundes zum Jagen oder Töten eines anderen Tieres. Das würde den „Einsatz“ der Mischlinge illegal werden lassen und die Zuchtnachfrage dieser Hunde erheblich mindern. Das würde wesentlich schwieriger durchzusetzen sein als ein Verbot von Windhundrennen, aber nichtsdestotrotz würde es einen sehr positiven Effekt haben, und natürlich auch Schutz für die Tierwelt bedeuten.

Nach eingehenden Informationen glauben wir, dass das Erschießen von „ungewollten“ Windhunden durch Trainern und anderen Personen, die mit der Rennindustrie in Zusammenhang stehen, weitverbreitet ist. In jüngster Zeit sind Gruben voll mit Windhundkadavern in Oxfordshire and Nord Warwick gefunden worden. In einem anderen Fall, der uns zugetragen wurde, ist es schwierig Nachforschungen anzustellen, weil die Körper auf Privatgrundstück begraben worden sind.

Wenn ein Gesetz erlassen werden würde, welches beinhaltet, dass „der Besitzer eine lebenslange Verantwortung für sein Tier übernimmt und nicht nur solange, bis es nutzlos geworden ist“, könnte es praktisch das Ende der gewerblichen Windhundrennen bedeuten, weil die wenigsten auf den Besitz von Rennwindhunden vorbereitet sind, wohl wissend, dass für die Hunde noch lange Zeit nach ihrem Renndasein gesorgt werden muss. Wie auch immer, wir glauben, dass ein direktes Verbot von gewerblichen Windhundrennen eine bessere Option wäre und auch einfacher durchzusetzen.

Wir würden die Behauptung anfechten, dass “die Mehrheit der unabhängigen Besitzer ihren als Teil der Familie betrachten”. Um ein Beispiel zu nennen: als der „Westhoughton“ unabhängigen Rennbahn (in der Nähe von Bolton) Anfang diesen Jahres mit Schließung gedroht wurde, versuchten viele überstürzt ihre Rennwindhunde loszuwerden. Einige wurden eingeschläfert und andere, zum Glück, von örtlichen Windhund Rettungsorganisationen aufgenommen. Wenn die Personen, die die Hunde in Westhoughton antreten lassen, nicht darauf vorbereitet sind, sich um die Tiere zu kümmern, sollte die Bahn geschlossen werden, ist es nicht weiter schwer, sich das Schicksal der Hunde Jahr aus Jahr ein vorzustellen, die nicht länger als gut genug für Rennen befunden werden. Leider haben wir keinen Grund zur Annahme, dass die Situation auf anderen Rennbahnen anders aussieht.

Jeff McKenna’s Behauptung, dass Windhunde “Teil der Familie sind und nicht nur Rennmaschinen” besagt genau genommen, dass er die Hunde als Rennmaschinen ansieht. Es ist die Auffassung, Hunde als Gebrauchsgegenstand anzusehen, um die Launen der Menschen zu befriedigen.

Der “British Greyhound Racing Board” steht zweifelsohne in Verbindung mit der „Greyhound Trust“, auch als „Retired Greyhound Trust (RGT)“ bekannt. Die RGT wurde vor über 25 Jahren von der Windhundrennindustrie gegründet, mit dem Bestreben, Befürchtungen über das Schicksal von ausgedienten Rennhunden zu zerstreuen. Der Stiftung gelingt es gerade einmal 2.000 Windhunden im Jahr ein neues Zuhause zu suchen und trägt maßgeblich zum Gesamtproblem bei, indem sie Leute ermutigt Windhundrennen beizuwohnen.
Anfang diesen Jahres hat der „Trust“ angekündigt, dass er sich das Kastrieren und Sterilisieren der untergebrachten Tiere nicht länger leisten kann, so steigt das Risiko von noch mehr ungewollten Windhunden wieder an. Der Mangel an Rücksicht, den die Rennindustrie auf die benutzten Hunde nimmt, ist der Umstand dass, sie mit ausreichenden Mitteln nicht für ihre eigene Rettung sorgen – ???

Wie wir bereits oben erwähnt haben, handelt es sich um einen sehr nützlichen Bericht, aber
Die „Verordnung“ von gewerblichen Windhundrennen ist keine Lösung. Um der Hunde Willen, muss es verboten werden!
http://www.timesonline.co.uk/printFriendly/0,,1-2-863289,00.html
http://www.greyhoundaction.org.uk/timesReport.htm

Übersetzt von Mascha – vielen Dank !

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