Das Ausmaß des Massakers

Dienstag, 24. Februar 2009
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Das Ausmaß des Massakers

Wieviel werden für die britsche -Rennindustrie getötet?
(aktualisiert 22/11/06 aufgrund unsere Beweise für die Untersuchung der Associate Parliamentary Group
for Animal Welfare (APGAW) über das Wohlergehen der Renngreyhounds in England … siehe http://www.apgaw.org )

Hunderennen scheint aus Zahlen zu bestehen – Schlüsselzahlen, Startgebühren, Preisgelder, Gewinn- und Verlustberechnungen. Doch eine Zahl , die die Rennindustrie niemals veröffentlicht, nicht einmal berechnet, ist die konkrete Anzahl der jedes Jahr, entweder weil sie “nicht gut genug sind” oder weil ihre Renntage vorüber sind, getöteten .

Die einzige Zahl von der Greyhoundindustrie, die wir entdecken konnten, enstammt einem Brief aus dem Jahr 1999 von Simon Marcantonio vom British Greyhound Racing Board an die Herne Bay Times (1), der besagt, daß “nur” 500 Greyhound pro Jahr getötet werden, wenn ihre Rennkarrieren vorüber sind. Wir denken nicht, daß große Teile der Öffentlichkeit das Wort “nur” bei einer Zahl von 500 getöteten Hunden für angemessen halten würden – und es ist recht offensichtlich, daß Marcantonio die Zahl einfach aus der Luft gegriffen hat in einem Versuch, die Vorwürfe von Anti-Renn- Aktivisten zurückzuweisen. Bedauerlicherweise ist die wahre Zahl weitaus höher als 500, wie unsere Berechnungen zeigen werden.

Also, wie kommen wir zu einer Schätzung der Anzahl der getöteten Hunde?

Wir können damit beginnen, herauszufinden, wieviel Greyhounds jährlich geboren werden. Der National Coursing Club (englisches Zuchtbuch) and the Irish Coursing Club (irisches Zuchtbuch) macht Aufzeichnungen darüber, wieviele Greyhoundwürfe jährlich in Großbritannien und Irland registriert werden.Obwohl die große Mehrheit dieser Hunde zu Rennzwecken gezüchtet werden und nicht für Coursing, liegen die Archive bei den aus historischen Gründen bei den Coursing Clubs, da Coursing viel älter ist als Rennen, das in Großbritannien erst seit 80 Jahren kommerziell betrieben wird.

Laut der in den letzten Jahren veröffentlichten Zahlen werden in Großbritannien ca. 700 Würfe und in Irland ca. 4300 registriert.(2) Im Allgemeinen stimmen Tierschützer und Hundezüchter darin überein, daß ein durchschnittlicher Greyhoundwurf aus mindestens 8 Welpen besteht. (3) Damit besagen die Zahlen, daß in Großbritannien jedes Jahr etwa 5600 (8 x700) und in Irland 34.400 (8 x 4.300) Greyhounds geboren werden. Eine Gesamtzahl von 40.000.

Dazu kommt noch eine nicht unerhebliche Anzahl nicht registrierter Würfe, die zum Zwecke der Jagd, Rough Coursing und für nicht lizensierte Rennen gezüchtet werden – daraus ergibt sich, daß die Gesamtzahl der jährlich auf den Britischen Inseln (d.h. im Vereinigten Königreich und Irland) geborenen Greyhounds sich ohne weiteres auf 45.000 oder mehr belaufen kann. Auch werden einzelne Greyhounds von den Coursing Clubs registriert und bei der näheren Untersuchung dieser Zahlen ergibt sich eine erschreckendes Bild.

In den vorangegangenen Jahren betrug die Zahl der in Großbritannien registrierten Greyhound um die 4150. (4) Das ist ein Durchschnitt von nur 6 Welpen pro Wurf – was ist mit den anderen beiden passiert? Ungefähr 1.450 Welpen scheinen, verlorengegangen zu sein.

In Irland werden jährlich 23.700 Welpen registriert (“namentlich eingetragen”). (5) Durchschnittlich etwas mehr als 5,5 Welpen pro Wurf, 10.700 zu wenig. Wo sind diese fehlenden Welpen – zusammengerechnet fast 12.150?

Wir müssen uns nur selbst fragen, ist es wahrscheinlich, daß Greyhoundzüchter, die dieses Geschäft betreiben, um Gewinn zu machen, schwächliche oder kleinwüchsige Welpen am Leben lassen? Geben solche Menschen Geld für Futter, Streu usw. aus für Hunde, die nicht für Rennen taugen und die sie nie verkaufen können?

Die Mehrheit der auf britischen Rennbahnen laufenden Hunde wird aus Irland importiert, da die britische Greyhoundindustrie erheblich größer ist als ihr irisches Gegenstück. Es gibt momentan weniger als 20 aktive Rennbahnen in Irland (6), während es in Großbritannien um die 30 “lizensierte” Rennbahnen (d.h. Betriebe, die angeben nach den Regeln des National Greyhound Racing Club – NGRC zu arbeiten) und ca, 20 unabhängige oder “wilde” Bahnen. (8) Man kann also sagen, daß die Industrie in Großbritannien mehr als zweimal so groß ist wie die irische.

Dies belegen auch die Zahlen über die jährlich stattfindenden Rennveranstaltungen für Greyhounds in Großbritannien (5880 – ausgenommen unabhängige Rennen) (9) und in Irland (2184) (10) , was die britische Rennindustrie auf die doppelte Größe der irischen bringt.

Daraus folgt, daß bei geschätzten über 40.000 jährlich auf den britischen Inseln gezüchteten Greyhounds scheinbar der Bedarf der britischen Industrie für ca. 28.500 verantwortlich ist.

Um auf “lizensierten” Rennbahnen laufen zu dürfen, müssen die Hunde nochmals bei dem NGRC registriert werden, diese Registrierungen belaufen sich auf 11.000 im Jahr. (11)
Es gibt keine Möglichkeit eine genaue Zahl der jährlich auf den unabhängigen Bahnen startenden Hunde herauszufinden, wir können jedoch ziemlich sicher sagen, daß es sich dabei um wenig mehr als 2.00 weitere Hunde handelt (12) , da es weniger unabhängige Rennbahnen gibt, dort seltener Rennen stattfinden als auf den “lizensierten” Bahnen und viele Hunde, die auf “wilden” Bahnen laufen, vorher auf “lizensierten” Bahnen gelaufen sind.

Nun, wenn nur 13.000 von den jährlich für britische Rennbahnen gezüchteten Hunde tatsächlich zum Rennen kommen, was ist mit den restlichen 15.500 passiert?

Nach Angaben der Greyhound-Rennindustrie stammen ca. 75% der auf britischen Bahnen laufenden Hunde aus Irland.(13) Das bedeutet, daß nur 3.250 von den geschätzten 13.000 Hunden, die jährlich eine Rennkarriere auf britischen Bahnen beginnen, aus Großbritannien selbst stammen. Aber, basierend auf den Zahlen der Wurfregistrierungen beim National Coursing Club, werden ca. 5.600 Greyhounds jedes Jahr in Großbritannien gezüchtet. Was geschieht mit den 2.350 britischen Hunden, die es offensichtlich nicht auf die Rennbahnen schaffen?

Von den ungefähr 28.500 jedes Jahr für den Bedarf der britischen Rennbahnen gezüchteten Hunde sind ca. 22.900 irisch (28.500 – 5.600), aber nur ca. 9.750 kommen auf die Bahnen. Was ist mit den restlichen 13.150 geschehen?

Einen weiteren Hinweis für das Ausmaß des Abschlachtens der Greyhounds findet man in der Aussage eines Tierarztes von der Rennbahn in Nottingham bei der World Greyhound Racing Federation (WGRF) Konferenz 1998, der zugab, ca. 10 völlig gesunde Hunde pro Woche zu töten. (14)Falls das gleiche auf allen 31 “lizensierten” Anlagen stattfindet, bedeutet es, daß ca. 15.000 Hunde pro Jahr von Tierärzten auf Rennbahnen getötet werden.

In Anbetracht dessen, daß die Registrierungszahlen des NGRC besagen, daß um 11.000 Hunde jedes Jahr eine “Rennkarriere” auf “lizensierten” Bahnen starten, diese Zahl von 15.000 must Tausende von Hunde beinhalten, die getötet werden, bevor sie mit dem Rennen beginnen. Außerdem berücksichtigt die Zahl von 15.000 noch nicht jene Tausende von Hunden, die von anderen Tierärzten eingeschläfert oder mit anderen Methoden ums Leben gebracht werden.

Der Retired Greyhound Trust, vor einigen Jahren von der Greyhound-Rennindustrie gegründet als Antwort auf die öffentliche Unruhe über die Anzahl der Greyhounds, die ausgesetzt oder getötet werden, gibt an, für 3.500 Hunde pro Jahr ein Zuhause zu finden. (15) Diese Zahl wird jedoch angezweifelt, da viele Hunde des RGT von Tierschutzorganisationen übernommen und vermittelt werden und auch schon angedeutet wurde, daß Hunde, die zurückgenommen werden mußten und ein zweites Mal vermittelt wurden, doppelt gezählt werden. Wie auch immer, bleiben wir mal zur Vereinfachung bei 3.500.

Hinzugezählt werden müssen die Nicht-RGT-Hunde, die von Tierschützern vermittelt werden. Es ist unwahrscheinlich, daß dies mehr als 2000 sind, es gibt viel weniger dieser Rettungsstationen als RGT Stationen. Dann verbleiben einige Hunde bei ihren “Besitzern”, nachdem sie sich für Rennen nicht mehr eignen.Es ist unmöglich, dafür eine genaue Zahl anzugeben, aber das sind vermutlich nicht mehr als ein paar tausend. Der NGRC gibt an, daß “ eine Untersuchung im Januar 2006 ergab, daß 4.919 pensionierte Greyhounds in den Zwingern von Trainern lebten”. (15) Auf den ersten Blick sieht das beeindruckend aus, es handelt sich aber um eine einmalige Bestandsaufnahme, nicht um eine jährlich erhobene Statistik. Greyhound gehen mit 3 bis 4 Jahren “in Pension” (16) und werden oft 12 Jahre alt (17), also sollten wir diese mindestens durch 8 dividieren, um zu einer realistischen Schätzung der jährlich in den Zwingern der Trainer verbleibenden ehemaligen Rennhunde zu kommen. Das ergibt ungefähr eine Zahl von 600, von denen viele für das RGT aufbewahrt werden und folgerichtig in deren Vermittlungszahlen eingehen.

Die Rennindustrie möchte uns glauben machen, daß fast alle, der annähernd 11.000 Hunde, die jedes Jahr aus den Rennen auf “lizensierten” Bahnen “ausscheiden” von ihren “Besitzern” und Trainern betreut werden, da ihre Renntage vorüber sind, falls sie nicht ein neues Zuhause finden oder einen Patz in einer Rettungsstation. Greyhounds können leicht mindestens 12 Jahre alt werden, sollte den Behauptungen der Industrie geglaubt werden, befänden sich zu jeder beliebigen Zeit 130.000 ehemalige Renn-Greyhounds im Lande.

All dies ohne Berücksichtigung jener Tausende von Hunden, die es nie auf die rennbahn geschafft haben.

Es ist traurig, aber die Schlußfolgerung, daß mindestens 20.000 von den 28,500 jährlich zur Deckung des Bedarfs der britischen Greyhound-Rennindustrie gezüchteten Hunde am Ende “eingeschläfert” werden oder um die Tierarztkosten einzusparen, auf andere, noch schrecklichere Weise, getötet werden.

Das sind pro Tag mehr als 50 Greyhounds, die getötet werden!

Die “lizensierten” Rennbahnen, im Allgemeinen weitaus größere Unternehmen als die unabhängigen, verursachen zweifellos den Hauptanteil dieser Tötungen – und wir können damit rechnen, daß jede einzelne NGRC durchschnittlich für den Tod von etwa 600 Greyhound pro Jahr verantwortlich ist.

Das paß genau zur Aussage des Tierarztes (siehe oben) beim WGRF, bei 10 getöteten Greyhounds pro Woche auf jeder dieser Rennbahnen, kommt man auf 500 pro Rennbahn pro Jahr, ohne Berücksichtigung der irgendwo anders getöteten Hunde.

Da verwundert es nicht mehr, daß die Rennindustrie weder Aufzeichnungen über die Anzahl der getöteten Hunde macht, noch Zahlen veröffentlicht!!

Und es wird noch schlimmer, da kommerzielle Hunderennen nicht nur für den Tod von Greyhounds verantwortlich sind, sondern auch für die Tötung Tausender anderer Hunde. Nach Angaben des Dog Trusts wurden 2005 von städtischen Behörden 7.743 Hunde getötet, da es keinen Platz für sie gab. (18)

Wieviele dieser Hunde hätten ein Zuhause finden könne, oder einen Zwinger in einer Rettungsstation, wären diese Zuhause und die zwinger nicht schon mit den ausrangierten Greyhounds der Rennindustrie belegt? Unsere Erfahrungen beim Schutz der Greyhounds haben uns gelehrt, daß fast jeder, der bereit ist, einem Greyhound ein Zuhause zu geben, dieses Zuhause auch einem einer anderen Rasse gegeben hätte, stünden keine Greyhounds zur Verfügung.Also bedeutet die Zahl, daß über den RGT 3.500 Greyhounds ein Zuhause gefunden haben, nicht daß 3.500 Hunde vor der Tötung bewahrt wurden. Es bedeutet, daß 3.500 Greyhounds gerettet wurden und 3.500 andere Hunde zum Tode verurteilt.

Fazit

Unsere Schlußfolgerung ist, daß kommerzielle unvermeidlich zur Massentötung von Hunden führen und ohne diese Tötungen, nicht gewinnbringend existieren können, da die Kosten, für den Rest ihres Lebens für die Hunde zu sorgen, für die Industrie (bei durchschnittlich £800 Unterhaltskosten pro Hund pro Jahr (19)) viel zu groß wären.

20,000 (geschätzte Anzahl der jährlich getöteten Hunde) x 8 (Lebenserwartung ehemaligen Rennhunds nach seiner Rennzeit) x £800 = £128 Millionen pro Jahr..

Die Industrie stellte dem Retired Greyhound Trust in 2005 gerade einmal £1.3Millionen zur Verfügung (20).

Der einzige Weg diesen an Hunden zu beenden, ist die kommerziellen Rennen zu beenden, wie es in mehrern Staaten der USA schon passiert ist. (21) Dafür wäre nur eine einfache Gesetzesänderung nötig, die das Wetten auf Hunde und das Anbieten solcher Wetten verbietet und die Preisgelder bei Hunderennen auf einen sehr kleinen Betrag begrenzt. Hunderennen könnten dann nur noch als Hobby betrieben werden und der große Bedarf an gezüchteten Hunden, nur verursacht durch die kommerzialisierte Industrie, würde verschwinden.

Es kann in einer sogenannten zivilisierten Gesellschafft nicht gerechtfertigt werden, daß Tausende von Hunden wie Schlachtvieh gezüchtet werden, damit eine Minderheit ihr Geld darauf wettet, wie sie im Kreis rennen und eine Gruppe skrupelloser Gestalten sich ihre Taschen mit den Einnahmen füllen.

Quellen:

(1) Herne Bay Times on June 10th, 1999

(2) English Stud Book – 690 in 2005 (although the NGRC website states 716 -
http://www.ngrc.org.uk/default.asp?article=The+Registry&articleid=27&parentarticletype=Our+Role).
Irish Stud Book – 4366 in 2005.

(3) http://www.greytadventures.org/FAQ.html “When they are born, the average litter size is about eight pups”.
http://www.ownagreyhound.com/how.html “An average track ready litter of 8 would cost around $20,000”.
http://www.petplanet.co.uk/petplanet/breeds/Greyhound.htm“Average Litter Size 8”.
http://www.bit1development.com/goinc/faq.asp#1 “When born, the average litter size is about nine pups”.
http://www.mytopdogs.com/greyhoundbreed.shtml “Average Litter Size: 8 puppies”.
http://www.greysmatteradoption.org/?page_id=3 “The average litter size is about eight to ten pups”.

(4) English Stud Book – 4145 in 2005

(5) Irish Stud Book – 23671 in 2005

(6) http://www.igb.ie/meeting_selection.aspx – 18 as at 8/10/2006

(7) http://www.ngrc.org.uk/default.asp?articletype=Fact%20Sheets%20-%2031

(8) http://www.ngrc.org.uk/default.asp?articletype=Fact%20Sheets%20-%2018

(9) Calculated from information given at http://www.thedogs.co.uk/trap2/who_races_when.php

(10) Calculated from information given at http://www.igb.ie/meeting_selection.aspx

(11) HIER

(12) Calculations extrapolated from figures given at
http://news.bbc.co.uk/1/hi/scotland/2840371.stm

(13)http://www.ngrc.org.uk/default.asp?articletype=Fact%20Sheets

(14) http://www.veggieglobal.com/annette-crosbie/

(15) Dog Racing: ‘Clean up your act’ warning to greyhound racing – Racing Post 18/07/2006

(16) http://www.retiredgreyhounds.co.uk/index.asp?pageid=36

(17) http://www.saveagrey.com/faq.htm

(18) http://www.dogstrust.org.uk/press_office/stray_dog_survey_2006

(19) http://observer.guardian.co.uk/cash/story/0,6903,1207651,00.html

(20) http://www.thedogs.co.uk/trap1/GreyhoundWelfare.pdf

(21) HIER

http://www.greyhoundaction.org.uk/greyhound.html

übersetzt von Betty- vielen Dank !!

 
     

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