Erinnerung an CIELO (Vorsicht schlimme Bilder)

 http://www.galgo-in-not.de/forum/viewtopic.php?f=28&t=25121&p=279091#p279074

Bild
Bild

“CIELO” (Himmel) nannten wir sie die kurze Zeit die wir mit ihr lebten, die kurze Zeit die wir mit ihren Schmerzen litten, ihrem Ende.
Sie hier zu sehen, umgeben von ihrem eigenen Blut, im Sterben und traurig, resigniert über ihr Unglück, das Unglück welches ihr Leben war, seit sie geboren ist, bis sie dieses Land in dem sie leben musste, welches sie so “würdevoll” behandelt hat, verlassen hat.

Sie war laut Tierarzt fast noch ein Welpe, ein Jahr und etwas. Sie hatte eine schreckliche Panik vor den Menschen, näherte sich niemanden, wie die meisten der armen Galgos, so werden sie behandelt.

Sie lebte auf der Straße, in der Umgebung eines Randbezirks, sicherlich wurde sie gestohlen, so wie es fast immer geschieht.

Danach haben sie sich ihrer entledigt. Sie erregte das Mitleid einer Volontärin und diese fütterte sie. Mehr als einmal hat der Hundefänger versucht sie einzufangen, ohne Erfolg und sie flüchtete entsetzt jedes Mal, wenn sich ihr jemand näherte.

Hier ist es voll von verlassenen Galgos. die Mehrheit endet in der Perrera…andere so…sie war trächtig…mit ihr wurden das Trüppchen Welpen für immer mitgenommen..man hat gut gearbeitet und sie hier zu lassen…damit sie wie sie behandelt werden?

So endete sie…weggeworfen wie eine Zigarettenkippe, die Straßenkinder sprachen von den Fleischstücken und dem Blut auf der Straße.

So hat sie sich zu der Tür der einzigen Person geschleppt, die ihr geholfen hatte, die sie verstand, die sie liebte und der einzigen Person die ihr half und vor die sie nicht diese Angst hatte, auch wenn sie sich nicht anfassen ließ. Hier wartete sie mit ihrem, vom bestialischen Aufschlag zerstörten Körper.

Diese Person näherte sich ihr um sie zu retten, der letzte Blick dieser armen Unglückseligen zu ihrem irdischen Engel, ein Blick voller Dankbarkeit “dafür gesorgt zu haben, wenigstens keinen Hunger zu leiden”. Wir haben sie aufgehoben, so wie wir konnten, sie schaute uns dankbar an, sich von der Welt verabschiedend.
Bild
Bild

In der Klinik haben sie alles für sie getan was sie tun konnten. Das Bein komplett zerstört, der Muskel bleib auf der Straße liegen, die Blase abgerissen, verschiedene Organe beschädigt, ..sie bleib, umringt von Leuten ruhig, da sie wusste, dass man ihr nicht mehr Leid zufügen würde, als sie schon erlitten hat…sie hat noch mehr als die Blutlachen auf der Straße gelassen, ihr ganzes Leben was sich nicht gelohnt hat, ihr Leben, ihre nicht gespielten Spiele eines glücklichen und unschuldigen Welpen der sie nicht sein durfte, ihre Seele, ihre Haut und ihre Gesundheit, alles hat sie verloren in einer Welt in die sie nie hätte eintreten sollen.

Sie hat alles zurückgelassen und bei uns ein weiteres Loch im Herzen, noch einer von denen, die sich nicht verteidigen können.

Ihr letzter Blick auf uns…ein weiterer Beweis für die Politiker, die versichern, dass das Leiden der Galgos in Spanien in die Geschichte eingegangen ist, dass es keine Misshandlung von Tieren gibt.
Sollen sie doch einen Rundgang durch unser Dorf machen, dass sie ausflippen werden.

Wir umarmten sie unter Tränen, man gab ihr eine Spritze und sie schlief für immer ein.

Im Namen der Galga CIELO und in unserem eigenen Namen, “LA GUARDIA”, danke an alle, diese Geschichte gelesen zu haben.

Nuria

http://www.laguarida.org

Quelle

http://www.sos-galgos.net

Gisela Memorial, or “The Lost Battle”

Gisela – Another Noahs arc rescue

Gisela memorial

Galgo, Greyhound & Co. – “Die Seesterne”, oder: Mal paar Gedanken

“Die Seesterne”, oder: Mal paar Gedanken
Galgo Greyhound & Co. – “Die Seesterne”

Zum Thema:
http://galgo-in-not.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=23661

Neue Software, neues Gesicht für www.windhundtreff.eu

Neue Software, neues Gesicht für www.windhundtreff.eu

Die neue Software hat einen wesentlich breiteren Funktionsumfang wie zu vor. Auch aus sicherheitstechnischen Gründen war es meiner Ansicht nach völlig richtig diesen neuen Weg einzuschlagen. Um das neue Forum in seiner “gesamten Breite” erleben zu können ist eine Registrierung notwendig.

Großes Dankeschön an Black und Mina!

http://galgo-in-not.de/forum/viewtopic.php?f=351&t=23573

www.kratzbrett.eu

http://www.kratzbrett.eu/index.php?page=Portal

Letzte News

Letzte Themen

Die neusten Beiträge im Forum

Thema
Antworten
Zugriffe
Letzte Antwort

Von Stephan Heute, 11:08)

Forum: Erziehung/Verhalten

0 1 keine Antwort

[Vermittelt] Sunny alias Puffy

Von Stephan 20. Mai 2010, 09:12)

Forum: Endlich Zuhause

20 106

Von Stephan

(Heute, 11:02)

Von Mina 22. Mai 2010, 14:58)

Forum: Vermittlung (Überregional)

7 29

Von Stephan

(Heute, 11:00)

Von Rolf 10. Mai 2010, 05:42)

Forum: Kratzbrett – Lounge

195 596

Von Stephan

(Heute, 10:57)

Von Mina 11. Mai 2010, 17:47)

Forum: Endlich Zuhause

4 19

Von B-Tina

(Heute, 09:06)

Von B-Tina 17. Mai 2010, 14:16)

Forum: Hilfe gesucht

22 116

Von B-Tina

(Heute, 09:02)

Von Mina Gestern, 08:24)

Forum: Vermittlung (Regional)

2 12

Von Stephan

(Heute, 09:00)

Von Sina 19. Mai 2010, 14:34)

Forum: Kratzbrett – Lounge

43 156

Von Stephan

(Heute, 08:56)

Hunde aus dem Tierheim ARA

Von Shari (16. April 2010, 13:23)

11 134
Von Anyu

(6. Mai 2010, 10:18)

Von Shari (28. April 2010, 15:10)

2 26

Von Mina

(28. April 2010, 15:17)

Von Mina (1. März 2010, 12:45)

16 263
Von Mina

(22. März 2010, 17:02)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Galgos (1)

Shari

 Aleman Galgo/Rüde sucht ES

Von ortalie (Gestern, 22:30)

Themen
6
Beiträge
286
  • Podencos (1)

    Shari

     Yaiza Podenco Hündin

    Von Mary (23. Mai 2010, 13:51)

    Themen
    10
    Beiträge
    74
  • andere Hunderassen (1)

    Shari

     Heller sucht schon sooo lange ARA

    Von Shari (24. Mai 2010, 16:29)

    Themen
    17
    Beiträge
  • “Futterkette für Spanien” Hilfe vor Ort

    “Futterkette für Spanien” Hilfe vor Ort

    Vom 12. bis 16. Mai waren fleissige Helfer der Futterkette für Spanien im Tierheim Ciudad Animal von Pedro Munoz. Hilfe vor Ort, Hilfe die ankommt, wer mehr über diese Initiative erfahren möchte findet alle Informationen auf folgender Webseite:

    www.futterkette.de

    Quelle

    www.sos-galgos.net

    Galgo Sarkozy sucht PS oder Zuhause

    Galgo Sarkozy sucht PS oder Zuhause

    (Verschiedene Organisationen /Vereine)

    Moderatoren: Swen, Jana

    Zum Thema:
    Galgo Sarkozy sucht PS oder Zuhause

    Beitragvon jeremy » Mo Aug 10, 2009 1:50 pm

    Der schöne Sarkozy ist ca 3 Jahre alt, 65 cm groß. Er ist galgolike verträglich mit allem, ruhig, ausgeglichen, aber auch verspielt.

    Bild
    Bild
    Bild
    Bild

    Kontakt: Vergessene Pfoten
    Hanna Lisiecki
    h.lisiecki@vergessene-pfoten.de
    02151-6526921 ab 17 Uhr

    Galga Susanne

    Galga Susanne

    Wie das Leben so spielt !!!!!!

    Meine ältere Freundin und ich, wir waren lange gemeinsam unterwegs, ganz allein haben wir uns durch die Straßen Spaniens gekämpft.
    Jeden Tag aufs neue Futter gesucht, besonders die Mülltonnen waren unser Restaurant. Tja, da kann man nicht wählerisch sein, man muß nehmen, was sich einem bietet.

    Da waren des öfteren zwei Menschen, die uns beobachtet haben, aber wir
    waren immer auf der Hut, passten genau auf, dass uns niemand zu nahe kam.Eines Nachts gingen diese beiden Menschen, Mariangeles und Jose, mit ihren Hunden spazieren und folgten uns langsam auf Schritt und Tritt.Als wir an unserem Mülltonnen-Restaurant ankamen und genüßlich unsere Mahlzeit verzehrten, da griff Mariangeles schnell zu und fing eine von uns ein.

    Weiterlesen und Kontakt

    www.vergessene-pfoten.de

    Vermittlungen auf windhundtreff.eu

    Windhundtreff.eu auf www.galgoblog.galgo-in-not.de

    Bedingt durch die Systemumstellung des Windhundtreffs www.windhundtreff.eu mussten wir leider alle Windhundtreff-Themen auf www.galgoblog.galgo-in-not.de löschen. Wir werden nun alles neu aufbauen.

    Dumme Frage – “gute Galgueros”

    Hier geht es zum Thema:  Dumme Frage

    http://www.galgo-in-not.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=14099&start=0

    Greyhound Racing / Real Sports (USA 2004)

    Zum Thema auf www.galgo-in-not.de:

    Greyhound Racing / Real Sports (USA 2004)

    Beitragvon artur_ganate » Do Mär 25, 2010 11:41 pm

    ‘If a dog is not running, take it out back and kill it.’

    Vorsicht!


    http://www.all-creatures.org/adow/cam-dog-20041203.html

    gehäuteter blutiger Hund – bei amazon.de

    Zum Thema: gehäuteter blutiger Hund – bei amazon.de

    Strangulierter Podi gerettet – Vorsicht!!!

    Zum Thema auf www.galgo-in-not.de: Strangulierter Podi gerettet – Vorsicht!!!
    neue Bilder von Angel (März 2010) – ist in Frankreich vermittelt

    Bild

    Neuigkeiten von privaten Tierschützern

    Neuigkeiten von privaten Tierschützern

    Neues Thema erstellen
    Themen als gelesen markieren • 18 Themen • Seite 1 von 1
    • Themen
      Antworten
      Zugriffe
      Letzter Beitrag

    Galgo Sarkozy sucht PS oder Zuhause

    Galgo Sarkozy sucht PS oder Zuhause

    Beitragvon jeremy » Mo Aug 10, 2009 12:50 pm

    Der schöne Sarkozy ist ca 3 Jahre alt, 65 cm groß. Er ist galgolike verträglich mit allem, ruhig, ausgeglichen, aber auch verspielt.

    Bild
    Bild
    Bild
    Bild

    Kontakt: Vergessene Pfoten
    Hanna Lisiecki
    h.lisiecki@vergessene-pfoten.de
    02151-6526921 ab 17 Uhr

    Vermittlungen /Adoptionen – Galgo & Greyhound NetzwerK

    Vermittlungen /Adoptionen – Galgo & Greyhound NetzwerK

    Vermittlungs-Foren die von verschiedenen vereinseigenen Moderatoren betreut werden (“grüne Moderatoren”)

    • Forum
      Themen
      Beiträge
      Letzter Beitrag

    Galgos Greyhounds Podencos – Gedanken zum Freilauf

    Gedanken zum Freilauf

    Moderatoren: Swen, Sebastiaan

    Antwort erstellen
    Erster ungelesener Beitrag • 86 Beiträge • Seite 1 von 91, 2, 3, 4, 59

    Ändere Beitrag Beitrag löschen Diesen Beitrag melden Benutzer verwarnen Information Mit Zitat antworten

    Gedanken zum Freilauf

    Beitragvon Lurchermaus » Mi Jan 27, 2010 7:59 pm

    Bild

    Gedanken zum Freilauf von unseren Windhunden

    Für viele Leute ist es immer noch unglaubwürdig. Windhunde? Die kann man doch
    nicht frei laufen lassen. Sind das nicht wahnsinnig schnelle Jäger? Die gehorchen doch
    nie?

    Da wir oft gefragt werden, wie wir das mit dem Freilauf angestellt haben, möchte ich hier ein wenig darüber berichten.

    Ein ganz wichtiger Punkt ist der Ort. Sieht man überall Rehe und Hasen oder ist das Gelände wildarm? Sind Strassen in der Nähe? Beim ersten Ableinen sollten alle Gefahrenquellen
    ausgeschaltet werden, d.h. z.B. auch, dass kein Stacheldraht in der Nähe sein darf.

    Erkunden wir fremdes Terrain, lassen wir zumindest die jungen Galgos erst mal an der Leine. In mehrmaligen Besuchen versuchen wir das Wildvorkommen herauszufinden. Man schaut nach Spuren, man fragt andere Hundehalter, man ist hellwach, mit allen Sinnen unterwegs!

    Mittlerweile haben wir hier mehrere schöne Gebiete erkundet (Wahner Heide, Siebengebirge etc.), in denen man herrliche Wanderungen unternehmen kann. Wir kennen die Zeiten und Orte, bei denen man aufpassen muss. So gehen wir z.B. frühmorgens oder spätabends nie leinenlos raus, zu gross wäre die Möglichkeit auf Wild zu treffen.

    Wann ist Hochzeit beim Rehwild? Wo lagern Wildschweine? Springen Hasen durch den Acker? Wo liegen Scherben und Grillreste? Es gibt sehr viele Dinge zu beachten und eines ist klar: Bei der Anzahl unserer Hunde muss man immer Augen und Ohren offen haben. Gehen wir mit Hundefreunden spazieren, können wir nie so ganz unbeschwert ‚durch
    die Gegend laufen und tratschen’. Ein Teil der Hunde würde es sofort bemerken ;-)
    “Die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit des Anderen beginnt.” Ich möchte nicht von fremden freilaufenden Hunden belästigt werden (dito Radfahrer etc.), also schaue ich, dass sich auch unsere Hunde anständig benehmen.

    Ich will jetzt hauptsächlich von unseren drei Galgos erzählen, was daran liegt, dass man
    Podi/Husky Soco einen eigenen Artikel widmen könnte und dass Grey Henry und Lurcher
    Wanja so nette Hunde sind. Auf die zwei Iren müssen wir am Wenigsten achten, in der Regel kleben sie sozusagen sowieso an unserem Popo ;-)

    Anfänglich ließen wir die Galgos nur auf großen Wiesen abwechselnd rennen.
    Wir übten das Abrufen mit Zuhilfenahme von Leckereien, was naturgemäß dem Galgo
    sehr entgegen kommt ;-) Irgendwann genügte uns das nicht mehr, wir wollten „richtig“ mit den Hunden spazieren gehen und zwar ohne Leine. Nun begann das Training – was eigentlich
    gar keines war. Es gab keine Hundeschulbesuche, kein Schleppleinentraining, nichts!

    Wir übten im Alltag auf den Gassigängen. Um schnelleren Lernerfolg zu erzielen besorgte ich
    eine Leberwursttube und nahm auch Käsewürfel mit. Also Leckerchen, die sie nicht alltäglich gewohnt waren. Erst übten wir einzeln, dann in verschiedenen Zweierteams, nachher mit allen Dreien. Die Hunde lernten alles mögliche, was man so im Alltag braucht:

    - Auf Zuruf kommen!
    - Nicht zu Leuten rennen, die auf der Parkbank sitzen und ihr Vesper verzehren! ;-)
    - Auf Zuruf kommen (auch wenn man lieber mit fremden Hunden spielen möchte)!
    - Nicht ohne Erlaubnis zu fremden Hunden rennen!
    - Auf Zuruf kommen (auch wenn man gerade dabei ist ein Mäuseloch auszuheben)!
    - Nicht ohne Erlaubnis in Äcker oder Wiesen zu laufen!
    - Auf Zuruf kommen (auch wenn ein Hund, der am Rad mitläuft, vorbeirast)!
    - Nicht in Büsche, Hecken, Gestrüpp, Wald laufen!
    - Auf Zuruf kommen! Auf Zuruf kommen! Auf Zuruf kommen!

    Man sieht ja schon, das Allerwichtigste ist das Abrufen. Die Hunde können ein Sitz mehr schlecht als recht. Sie können kein “richtiges” Platz, Fuss oder Bleib! Brauchen wir auch nicht! Sie kennen das HIER! – was wir auch heute noch mit Leckerchen belohnen. Nicht immer, aber immer wieder, sie freuen sich einfach so dabei ;-) Wichtig Kommandos sind auch Abbruchsignale, wie z.B. ein Nein! Das dürfte ja aber alles nichts neues sein, oder?

    Kürzlich las ich etwas über den “konditionierten Rückruf”. Ja der sollte immer konditioniert
    sein ;-) Unsere Hunde kennen Richtungsanzeigen, Warte, Steh, Geh da raus oder Komm da rüber. Sie verstehen viel und schnell. Erstaunlich schnell sogar! Aber diese Dinge wiederum wurden nie konditioniert, die Hunde lernten alles so nebenbei – mit viel verbalem Lob,
    Leckereien, einem Spiel mit dem Dottie…

    Natürlich ist es mit rein positiver Bestärkung auch nicht getan. Man muss auch
    Grenzen setzen. Blanca, unsere zarte weiße Prinzessin, ist sehr schnell zu beeindrucken,
    da genügt schon ein lauteres Wort in strengem Tonfall.
    Lori, der junge Rauhaargalgo, ist schon mehr am Austesten. Zeitweise trainierte ich ihn mit einem Sprühhalsband – ich setze hier auch den Ton ein um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, als Abbruchsignal (Achtung, ein Sprühhalsband nutzt bei Wildsicht nichts, ein wenig Wasser hält einen Windhund nicht vom Jagen ab!;-)
    Janosch schlussendlich, der älteste Galgo, ein Angsthund, der einige Jahre beim Jäger lebte, kann ziemlich stur sein. Aber ich auch ;-) Und auch er wusste irgendwann, was wir von ihm wollten. Während alle anderen Hunde nach kürzester Zeit von der Leine gelassen wurden, musste Janosch 2,5 Jahre auf die Freiheit warten. Ich hatte große Angst ihn frei zu lassen und das hat folgenden Hintergrund:

    Mein Schwarzer mit den grauen Haaren ist ein Angsthund und man kennt ja all die Geschichten von Hunden, die nie wieder kamen, zu oft enden sie tödlich. Als Janosch erst ein paar Wochen in Deutschland war, ist er meinen Eltern einmal aus dem Halsband geschlüpft, als er sich vor einem Auto erschrak. Ich suchte ihn lange und als ich ihn endlich fand, rannte er zuerst auch vor mir und Lara, meiner ersten Galga, davon. Im Gras robbte ich auf allen Vieren von ihm weg, mit Lara an der Leine, und so kam er irgendwann aus den Weinbergen heraus und zu uns heran. Alles dauerte unvergessliche nervenaufreibende Stunden!

    So ein Schreck sitzt tief… und auch heute noch lässt sich Janosch nicht von fremden Menschen anfassen. Seine Psyche hat zu sehr gelitten in der Vergangenheit in Spanien. Doch bei uns zeigt Janosch heute eine sehr zuverlässige Seite, ich lasse ihn täglich frei laufen! Manchmal ist er etwas dickköpfig, aber mein Vertrauen in ihn ist sehr groß… Ich wäre niemals leichtsinnig damit, einen Angsthund abzuleinen, zu viele Facetten von Ängsten gibt es – ich will aber zeigen, dass auch das irgendwann möglich ist.

    Noch ein Wort zu den Hilfsmitteln. Ob es sich um eine Schleppleine handelt oder um ein Sprühhalsband, egal um was! – wenn man keine Erfahrung mit der Ausbildung von Hunden hat, sollte man sich die Handhabung dieser Dinge von einem Fachmann zeigen lassen.
    Warum benützt man eine Schleppleine, wie funktioniert Einsatz und Timing beim Sprühhalsband, wann und wie lobe ich einen Hund… über all diese Dinge gibt es viele Bücher und es gibt viele Trainer, die einem beim Üben behilflich sein können! Darum möchte ich hier auf diese Einzelheiten überhaupt nicht eingehen!

    Ganz früher hab ich die Hunde nur in meinem eingezäunten Auslauf, meinem Garten,
    laufen gelassen. Doch welch andere Qualität – für Hund und Mensch – haben Spaziergänge
    ohne Leine! Dazu die großen Runden, die die Galgos drehen können, auf Wiesen über hunderttausende Quadratmeter. Ja, ein gewisses Restrisiko gehört dazu! Wählt man
    seine Orte und Zeiten aber mit Bedacht, bereitet man die Hunde mit Sinn und
    Verstand auf den Freilauf vor, erlebt man uneingeschränktes Vergnügen.

    Oft werden Galgos und andere Windhunde nur ab und an mal von der Leine gemacht.
    Was passiert? Der Hund, außer sich vor Glück ob der seltenen Freiheit, rennt und rennt
    und rennt. Verständlich, oder? Ganz oft wird dann sofort der Hund gerufen, der natürlich
    immer noch am Laufen ist und nicht kommt. Auch verständlich! Darum sollten die
    ersten Freilaufflächen wirklich sicher sein, strassenfern und wildfrei. Und man sollte sich auf die Zunge beissen und den Hund nicht rufen, er kommt, wenn er seine Kreise gezogen hat, von ganz alleine zurück. Bekommt der Hund seinen Freilauf täglich, wird er alsbald aufhören sofort nach dem Klick, nach dem Lösen der Leine, loszudüsen. Und dann kann mit dem Training begonnen werden.

    Jeder sollte seine eigene Methode wählen, die für ihn und seinen Hund passt. Ich weiß
    von Windhunden, die sich während der Spaziergänge ihr Futter erarbeiten müssen, sie
    machen Dummy-Training. Andere legten die Begleithundeprüfung ab und machen
    Agility. Es gibt doch einige Windhundhalter, die ihre Lieben frei laufen lassen.
    Aber Achtung: Freilauf bedeutet nicht, dass ich die Leine löse und der Hund kann tun
    was er will! Freilauf heißt für uns, dass die Hunde immer in unserem Einwirkungsbereich sein müssen.

    Bild

    die Hunde folgen

    Manche Hunde kann man rein mit positiver Bestärkung trainieren, anderen wiederum muss man mit Konsequenz und Regeln Grenzen setzen. Ja, ohne Regeln kein Benimm, ohne Benimm kein Freilauf!
    Ein Galgo ist ein Hund und ein Hund lernt. Ständig und immerzu.

    Letztes Jahr kam während einer Gassirunde im Siebengebirge ein von Sonntagsausflüglern
    aufgescheuchtes Reh plötzlich aus einer Senke geschossen. Alle Hunde waren frei und
    unser sehr lautes und kräftiges HIER! genügte, dass alle Hunde stehen geblieben sind und
    sich anleinen ließen, obwohl sie das fliehende Reh noch lange mit den Augen verfolgen konnten.

    Vielleicht war es Glück… aber was will ich mehr? Wenn ich selber nicht davon überzeugt
    bin, und zwar felsenfest, dass mein Hund mir gehorcht, dann wird er es auch nicht tun…
    Es gibt keine Trainingsmethode, die verlässlich funktioniert, wenn der Hund keinen Halter
    hat, der ihn führt. Man darf keine Angst zeigen, keine Unsicherheit, keine Schwäche.
    Aber was heißt zeigen? Man darf sie nicht haben, diese Ängste, die Hunde spüren das doch sofort.
    All diese Dinge kann man aber lernen, sie kommen nicht von heute auf morgen.
    Ich will hier auch nicht das abgenutzte Wort vom “Rudelführer” erwähnen. Gerne darf man
    sich aber Gedanken um seine Führungsqualitäten machen ;-) Das ist keine Trainingsmethode, das ist eine Philosophie…

    Ja, und dann ist da noch die Sache mit der Bindung, die freie Entscheidung des Hundes also, sich an seinem Menschen zu orientieren. Mit Leckerchen füttern alleine ist es da nicht getan…. Er wird sich dann an seinem Menschen orientieren, wenn der ihm vermitteln konnte, was er von ihm will und was nicht. Und der Hund macht dies gerne – sich orientieren. Hat man einmal einen Draht zu seinem Hund gefunden, gestaltet sich vieles einfacher.

    Früher war auch ich ängstlich und machte mir Sorgen, malte mir aus, was meinen Hunden nicht alles passieren könnte! Heute bin ich selbstbewusst, da ich weiß, dass ich mich auf meine Hunde verlassen kann! Man muss seinen Hunden vertrauen und sie werden einem folgen. Man darf natürlich auch nicht an seinen eigenen Fähigkeiten zweifeln.

    Dazu kommt die Gewohnheit. Wir leben hier stellenweise in einer Kaninchenhochburg.
    Sehen die Hunde aber jeden Tag die immer gleichen Kaninchen… wird auch das irgendwann
    uninteressant. Vor zwei Jahren standen die Galgos noch in der Leine und schrieen vor
    Begeisterung bei Kaninchensicht. Letzten Sommer gingen wir bis auf zehn, gar fünf Meter,
    leinenlos an die kleinen Plüschtierchen heran. Dann wurde der Ein oder Andere schnell
    angeleint oder festgehalten und nach ein paar Metern wieder frei gelassen. Kein Problem!

    Andererseits, wir lassen die Hunde niemals streunen. Sie dürfen große Abstände einnehmen,
    ihre Kreise ziehen, sie dürfen wichtige Hundedinge erledigen, baden und buddeln, einfach Hund sein… aber sie müssen im Einwirkungsbereich bleiben. Streunen ist nicht drin!!! Sie dürfen nicht ins Gestrüpp oder in Büsche, zu groß meine Sorge, darin könnte ein Reh stehen oder ein Wildschwein liegen.

    Klar, ein Galgo bleibt ein Galgo, ein Windhund bleibt ein Windhund, ein Jäger bleibt ein Jäger. Springt einem rennenden Galgo ein Hase vor die Füße wird der Hund mein Rufen
    auch nicht mehr wahrnehmen. Darum wählen wir die Gassigehgebiete auch mit Bedacht
    und ich scheue mich auch nicht den ein oder anderen Hund mal für fünf Minuten an die Leine
    zu nehmen, wenn ich kein gutes Gefühl mehr habe. Ich selber habe einen gewissen Instinkt
    für Wildaufkommen entwickelt, dem ich – nach guten Erfahrungen damit – auch sehr
    vertraue! Ja, es gibt immer ein Restrisiko, aber genau das möchte ich so gut es geht ausschließen. Galgos frei laufen zu lassen heisst nicht, dass ich die Leine einfach ab mache und das war es dann. Wird schon schief gehen? Nein!

    Umsichtig sein, Verantwortung zeigen, die Hunde lehren zu folgen, und immer
    weitermachen, mit dem Lehren und dem Lernen. Denn der Weg ist das Ziel!
    Jeder Windhund, jeder Galgo ist anders, hat seinen eigenen Charakter, seine eigenen Erfahrungen. Auch wir Menschen sind nicht alle gleich – und somit muss ein jedes
    Hund/Mensch-Team seinen eigenen Weg finden. Einen Weg, den es gibt…

    Viele Faktoren spielen eine Rolle. Bindung, Unterordnung, Respekt, Disziplin,
    Konsequenz, Spaß und Spiel, Freude. Viele Begriffe und jeder suggeriert damit
    etwas anderes. Das macht das Erklären ja auch nicht leichter!
    Alleine wie man mit seinem Hund spricht, hat so viele Bedeutungen. Wie ist
    der Tonfall, wie die Intensität, die Lautstärke?

    Einerseits möchte man den Hunden viel Freiheit schenken, andererseits muss man
    sie auch begrenzen, sie in Bahnen lenken. Zum Beispiel entscheide ich, wann und wo
    sie laufen dürfen. Das muss ja nicht auf jeder Wiese, auf jedem Feld sein.
    Ich entscheide auch, ob sie auf dem Weg bleiben sollen, ich entscheide, ob und wann
    wir eine Pause machen usw. usf. Die Hunde begreifen, respektieren, akzeptieren
    ganz schnell und leicht – all diese Dinge kann man aber nur im Freilauf trainieren.

    Bild

    die Hunde müssen auf dem Weg bleiben – auch beim fremden Pferdestall

    Es gibt eine wichtige Regel und die lautet: der Hund lernt nur im Freilauf die Dinge, die es möglich machen, ihn überhaupt frei laufen zu lassen. Was er ohne frei zu sein sonst noch lernt, mag bestimmt nicht unwichtig sein, hat aber keinen Einfluß auf besagten Freilauf.

    Es gibt beim ersten Ableinen in der Regel nicht den sofort funktionierenden Galgo. Somit sollte ein Gebiet ausgewählt werden, welches nicht nur wildfrei/wildarm ist, sondern wo weder andere Hunde noch Menschen unterwegs sind. Wie oft leine ich einen Hund ab um festzustellen, ob das nun geht mit dem Freilauf oder nicht? Das wird jeder anders sehen. Wir sagen, dass wenige Male da noch keinen Aufschluß geben. Ausnahmehunde gibt es, da sagt man sofort – bringt nichts – der Hund kann niemals abgeleint werden (außer man wendet Starkzwangmittel an). Wenn ein Hund jedoch nach Monaten draußen noch macht, was er will – dann stimmt was nicht. Entweder hat der Besitzer ihm nichts beigebracht oder er hat den sogenannten Ausnahmehund. In beiden Fällen darf der Hund nicht abgeleint werden. Hier bieten sich dann tatsächlich Windhundausläufe u.ä. an., denn irgendwo muss der Windhund ja seinem Laufbedürfnis nachkommen dürfen.

    Vorsicht ist auch bei Galgos angesagt, welche frisch aus Spanien importiert sich zunächst sehr bedeckt halten und ihren Besitzern den Eindruck vermitteln, sie hätten Galgos, die ihnen am Popo kleben. Dieser Eindruck täuscht und es wird sich gewundert, warum der Hund nach Wochen auf einmal das Stöbern anfängt und nicht mehr hört. Tja, dann ist er angekommen, der Hund :-)

    Nachdem wir und unser Hunderudel in den letzten 1,5 Jahren sehr viel gelernt haben, begeben
    auch wir uns auf den Weg. Der Level wird erhöht, momentan üben wir mit den
    Hunden die Abrufbarkeit, auch wenn sie mit Galgofreunden um die Wette rennen.
    Denn, nichts ist unmöglich ;-)

    Man sollte in der Lage sein seine Hunde genau einschätzen zu können. Es gibt ja große
    Unterschiede bezüglich Rasse, Rangordnung, Charakter, Gesundheit…
    Wir haben zwei, na ja, mit dem Yorkie drei Hunde, die gerne frisch frech fröhlich und
    frei das Leben genießen und gerne „ihr Ding“ machen würden. Hat man die “im Griff”, bei uns also hauptsächlich Podi/Husky Soco und Galgo Lori, folgt der Rest von ganz alleine.
    Alle anderen Hunde sind mehr oder weniger Mitläufer, Hunde also, die nicht großartig
    ihre Grenzen bei uns ausloten und froh sind nichts entscheiden zu müssen. Oft folgen sie uns in Reih und Glied – ohne dass wir ihnen das beigebracht hätten! Bei der Anzahl unserer Hunde erleichtert das die Spaziergänge ungemein :-)

    Bild

    die Gruppe in Reih und Glied hinter mir :-)

    Ich bin gespannt, ob wir in einem Jahr weitere Erkenntnisse für uns entdecken werden.
    Denn: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann (Francis Picabia)!

    Viele Grüsse,
    Tina und Burkhard

    A poacher to his eyelids, as all the lurcher clan.
    Follows silent as a shadow and clever as a man.

    Bild


    Sachspendenaufruf für Ara

    Sachspendenaufruf für Ara

     

    Antwort erstellen
    Erster ungelesener Beitrag • 31 Beiträge • Seite 1 von 41, 2, 3, 4

    Sachspendenaufruf für Ara

    Beitragvon capitano » Mi Feb 24, 2010 10:51 am

    Bitte Link anklicken,DANKE

    http://www.perrera-dogs.de/pageID_9381537.html

    Bruni,Tami,Shari und Dingo im Herzen

    Neuigkeiten von verschiedenen Tierschutzorganisationen

    Themen als gelesen markieren • 463 Themen • Seite 1 von 121, 2, 3, 4, 512
    • Bekanntmachungen
      Antworten
      Zugriffe
      Letzter Beitrag
    • Themen
      Antworten
      Zugriffe
      Letzter Beitrag
    Nächste
    • Kalender

      • September 2010
        M D M D F S S
        « Aug    
         12345
        6789101112
        13141516171819
        20212223242526
        27282930  
    • Suchen